Inventarien der Kirche
 
Die Kanzel an der östlichen Querseite der unteren Empore entstand zusammen mit dem Bau der Kirche im Jahre 1718 und ist barock. Auf dem Schalldeckel sind Paulus mit dem Schwert und Petrus mit dem Schlüssel zu sehen. Ferner steht dort eine Holzfigur unbekannter Herkunft und unbekannten Alters. Sie stellt Jesus als den auf erstandenen Herrn mit der Weltkugel dar, den "Christus triumphans". Die dazugehörige Siegesfahne ist verloren gegangen. Am Kanzelkorpus sind in der Mitte der gekreuzigte Christus mit Maria und Johannes, rechts und links davon die vier Evangelisten (ohne die sonst üblichen Symbole) zu sehen.


 

 

An den Türen der unteren Empore sind auf der Südseite Bilder von den Jüngern Andreas, Petrus, Jakobus minor, Bartholomäus, und Thomas mit Paulus zu sehen. Drei weitere Gestalten belegen den Bildungsstand des Malers - seine Initialen C.W.F. mit der Jahreszahl 1825 befinden sich an einer der Türen und zeigen eindrücklich, wie sehr er darauf bedacht war, mit diesen Bildern der Gemeinde die Bedeutung dieser Gestalten nahezubringen.
An der Tür zum Hansteinschen Patronatsstand findet sich außen Martin Luther (1483-1546),der Übersetzer der Bibel ins Deutsche und das Vorbild für jeden Prediger;
innen Hieronymus (347 - 419), der Übersetzer der Bibel in das Lateinische (Vulgata) und ihr gründlicher Kommentator; an der Tür zum Bodenaufgang schließlich, neben derm Orgel: Johannes Chrysostomus (344/54-407), der größte Prediger der Ostkirche und der Vater der noch heute dort gebräuchlichen Liturgie.

 

Türmalereien
 

Ein aus Eichen und Lindenholz gefertigter Epitaph aus der Renaissancezeit (nach 1604). Neben reichen Verzierungen mit Säulen, Pflanzen und Früchten zeigt es: oben den auferstandenen Christus mit der Siegesfahne, darunter Gott Vater mit dem Reichsapfel als Zeichen der Weltherrschaft. 


Darunter die Inschriften (aktualisiert): 
Im Jahre 1604, den 10. März, ist der edle und ehrenfeste Kersten von Hanstein in Gott seelig entschlafen." (links) ,,Im Jahre 1575, am 1. August, ist die edle und tugendsame Frau Bigate von Hanstein, geborene von Bültzingslöwen in Gott seelig entschlafen." (rechts) Darunter ist ein Wasserschloß dargestellt. Wir wissen nicht, ob es dafür eine historische Vorlage gibt. Über diesem Bild wird gezeigt, wie Jesus aus dem Grab aufersteht, während seine Wächter schlafen. 

Darunter hängt vor dem Wasserschloß der Gekreuzigte, den das Ehepaar von Hanstein, gekleidet in der Tracht seiner Zeit, kniend anbetet. Die vier Wappen sollen die Eltern der beiden Figuren darstellen. Darunter schlummert auf einem Kissen eine Putte. Das danebenstehende ,,Hodie mihi,  cras tibi" (heute mir, morgen dir) weist auf das jederzeit mögliche Lebensende hin. Zuunterst steht:  ,,Christus, der ist mein Leben, Sterben mein Gewinn" (Philipper 1,21), als Bekenntnis des Glaubens an die Auferstehung. 



Holz-Epitaph
 
 
 
Holz-Epitaph
 
 
Hinter dem Altar stehen drei Sandstein-Epitaphe (Leichensteine) sowie einer neben dem Holzepitaph. Sie sind wesentlich älter (1604 - 1692) als die Kirche selbst. Bis zum Jahr 2002 waren die Sandstein-Epitaphe in den Aussenmauer- Längsseiten neben den Bankreihen eingemauert. Die in den nicht isolierten Sandsteinaussenmauern hochsteigende Feuchtigkeit richtete einigen Schaden an. Mit finanziellen Zuschüssen aus Lottomitteln des Landes Thüringen, Beteiligung des Familienverbandes von Hanstein und Mitteln des Vereines " Erhaltung und Renovierung der Wahlhäuser Kirche " erfolgte im 4. Quartal 2002 eine Restaurierung und Umsetzung der Sandsteinepitaphe hinter den Altar.
 
 
 
Holz-Epitaph
 
Grabstein eines Unbekannten mit den Wappen der Hansteins und der Tastungens, gestorben 1655, mit dem Leichentext RömerGrabstein des Friedr. v. Hansteins, der 1670 starb, mit dem Leichentext 2.Timotheus 4,6-8 (0 1)
 
 
Holz-Epitaph


 
 
Der Taufstein ist etwa vierhundert Jahre alt und scheint aus der Vorgängerkirche zu stammen



Taufbecken


Im Kirchenraum steht auf dem schlichten Altar ein Kruzifix unbekannter Herkunft. Der Altarbehang ist eine vor kurzem gestiftete Applikation, die das Abendmahl zeigt.

 

Altar


Links neben dem Altar steht eine fast lebensgroße Lindenholzskulptur, die die heilige Elisabeth darstellt. Sie hält in der linken Hand auf einer Schale ein Elsässer Brötchen und Trauben. Die rechte Hand mit einer Kanne fehlt. Diese Figur ist vermutlich. eine der beiden Kopien (die andere steht im Heimatmuseum Heiligenstadt), die Jakob Rotermundt 1895 nach dem im Germanischen Museum in Nürnberg stehenden Original Tilman Riemenschneiders angefertigt hat.



 
Rechts vom Altar an der Südwand steht ein Beichtstuhl, der ebenso alt wie die Kirche ist. Bis ins19. Jh. (mancherorts auch noch später) war es in lutherischen Kirchen Bedingung, vor dem Abendmahl zur Beichte zu gehen. Die Inschrift auf der Tür (Sprüche Salomonis 28,13) weist auf die Funktion des Gehäuses hin.
 
 

 

Ein alter Opferstock rechts hinter dem Altar ist ebenfalls so alt wie die Kirche. Alle Gestühlbrüstungen und -wangen, sowie deren Türen sind bemalt, meistens mit Blumendekor. Von wem und wann diese Ausmalungen vorgenommen wurden, wissen wir nicht. Herauszuheben ist das alte christliche Opfersymbol an der Geländerbrüstung des Treppenaufgangs hinter dem Beichtstand: Ein Pelikan reißt mit dem Schnabel seine Brust auf, um mit seinem Blut seine hungrigen Jungen zu füttern. Das bedeutet: Christus vergießt sein Blut, damit seine Jünger vor Gott von Sünden befreit werden. Indem er sie sättigt, schenkt er ihnen das Leben.

Erwähnt werden müssen auch die drei Bilder an der Wand eines Verschlages unter der rechten hinteren Treppe zur ersten Empore. Sie zeigen Szenen aus der Nimrodlegende, eines Enkels Noahs (" Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn" 1. Mose 10,8)


.

Die Restaurierung des Kircheninneren und aller Inventarien hat der im Eichsfeld sehr bekannte Kirchenmaler Raphael Richwien aus Lengenfeld unterm Stein ausgeführt.

Auf der unteren Empore befinden sich rechts und links von der Kanzel die Patronatsstände der Familien von Hanstein und von Minnigerode, die den Unter- und den Oberhof bewirtschafteten, bis sie enteignet wurden. Im Hansteinschen Stand befinden sich Erinnerungsstücke aus dem vorigen Jahrhundert und aus jüngster Zeit, besonders von Huschke von Hanstein, dem berühmten Rennfahrer, zusammengestellt und gestiftet von Ursula von Hanstein, seiner Witwe.

Texte: F. Abendroth  - Bilder: St.Stadolka

 

 

Öffnungszeiten
Aufgrund von Straßenbauarbeiten im Ort ist eine Zufahrt zum Parkplatz an der Kirchen bis auf weiteres nicht möglich! Mitglieder des Kirchenvereins sind deshalb in der Winterzeit von November bis April 2017 nicht durchgehend vor Ort . Wir hinterlassen für Besucher jedoch eine Telefonnummer am Eingangsportal der Kirche. Unter dieser Nummer erreichen Sie dann den jeweils für diesen Tag eingeteilten Kirchenführer!
Wir danken für Ihr Verständnis

April bis November


 Mi 15.00 - 16.00 Uhr
 Sa 14.30 - 16.30 Uhr
 So 14.30 - 16.30 Uhr
November bis April
   Mi geschlossen
 Sa 14.30 - 16.00 Uhr
 So 14.30 - 16.00 Uhr
   


Kontakt

Mitglieder des Kirchenvereins
sind zu allen Öffnungszeiten
anwesend. Natürlich ist es
Ihnen
nach Absprache auch möglich,
unsere Kirche außerhalb
der Öffnungszeiten zu besuchen.


Nehmen Sie zu folgenden
Personen Kontakt auf.


Gabriele Stallknecht
37318 Wahlhausen
An der Heier 6
Tel.: 03 60 87 / 98 67 5
Stefan Stadolka
37318 Wahlhausen
Kreisstr. 31
Tel.: 03 60 87 / 18 41 0
Horst Zbierski
37318 Wahlhausen
An der Heier 5
Tel.: 03 60 87 / 98 62 9
Uwe Stadolka
37318 Wahlhausen
Pfarrgasse 7
Tel.: 03 60 87 / 98 64 9


 

 

 

 

 


     
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 


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